Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim

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November 2018 - Irakli Kakhidze

Begegnung 28.11.2018 mit Irakli Kakhidze

Begegnung 28.11.2018
mit Irakli Kakhidze

Die Gläser sind nicht gesprungen, die Scheiben habengehalten….für Irakli Kakhidze´s Tenor war das Theatercafé fast zu klein. Unter der Leitung von Albrecht Puhlmann, assistiert von einer charmanten Landsmännin, entfaltete sich das farbige Leben des Ensemblemitglieds vor den zahlreichen Freunden. Geboren in Batmi in Georgien sollte die Karriere des jungen Irakli erst in Richtung Popmusik verlaufen, ehe er  mit 19 Jahren für drei Jahre das Konservatorium besuchte und dort, nach einem Beginn als Bariton, schließlich seine Berufung als Tenor fand.

Der georgische Sänger Lado Ataneli war ihm Vorbild und Unterstützer. Ein Stipendium führte ihn nach Frankreich, wo er neben der Ausbildung zahlreiche Auftritte, darunter in der Arena von Orange hatte (youtube: nessun dorma!). Seine Karriere reflektierend versicherte er nachvollziehbar, dass Singen für ihn eine Freude ist, er ist selbstkritisch, diszipliniert und strebt an, dass die Zuhörer nur das Ergebnis aber nicht die darunterliegende Anstrengung registrieren. Vorbilder sind di Stefano, Corelli, Björling und Fritz Wunderlich sowie der Bariton Leo Nucci, Lieblingskomponisten Puccini, Donizetti und Verdi. Die Kraft und die Modulationsfähigkeit der Stimme stellte Irakli Kakhidze mir den Arien des Don Jose, des Rodolfo sowie einer Arie aus der unbekannten Oper L ´Arlesiana unter Beweis. Der Abend zeigte einen humorvollen, temperamentvollen Sänger, dessen große Begeisterung für seinen Beruf  auch außerhalb der Bühne deutlich spürbar war.