Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim

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Begegnung mit dem Schauspiel am 26.02.2020

Februar 2020 - Schauspiel


Begegnung mit dem Schauspiel
am 26.02.2020 um 20.00 Uhr im Theatercafé

An Schiller kommt keiner vorbei. Intendant Christian Holtzhauer stellte die Begegnung mit den Freunden unter das Zitat aus der Mannheimer Rede: „Die gute stehende Schaubühne und der Geist der Nation“. In einem historischen Abriss schilderte er den Übergang vom Fürstentheater zur Bürgerbühne, die auf Stücke in deutscher Sprache, literarischen Anspruch und professionelle Schauspielersetzte. Auch wenn das Theater in Deutschland maßgeblich zur Idee der Deutschen als Kulturnation beitrug, hat es im Unterschied zu bspw. Frankreich ( Comedie francaise) keines der deutschen Nationaltheater zu anerkannter nationaler Bedeutung gebracht.
Angesichts des Wiederauflebens nationaler Töne („deutsche Leitkultur“) sieht Holtzhauer das Theater heute in der Pflicht, gesellschaftliche Vielfalt abzubilden, künstlerisch zu bearbeiten und auf diese Weise auch zu einem neuen Verständnisgesellschaftlichen Zusammenlebens beizutragen. . In diesem Sinne versteht sich auch Sophie Kara, Referentin für Diversität am NTM. Sie wies darauf hin, dass die heutigen demographischen Verhältnisse  im Spielplan, in der Zusammensetzung der Ensembles oder in den künstlerischen Leitungspositionen bisher nur sehr unzureichend berücksichtigt werden. In einer intensiven Diskussion mit den Gästen wurde sehr offen, teilweise auch kontrovers die mögliche Rolle des Theaters bei der Bewältigung dieser Herausforderungen diskutiert.

Begegnung 11.12.2019 mit Roy Cornelius Smith

Januar 2020 - Tanzensemble


Begegnung mit dem Ensemble des NTM Tanz
am 29.01.2020 um 20 Uhr im Tanzhaus Käfertal

Schon zum zweiten Mal in dieser Spielzeit fand in der Reihe „Begegnungen“ ein Abend mit dem Tanzensemble in Käfertal statt. In Vorbereitung auf die Premiere „Next Paradise“ gewährte der Intendant für Tanz, Stephan Thoss, Einblicke in die anspruchsvolle choreographische und tänzerische Probenarbeit. Das durchweg tanzbegeisterte Publikum erlebte, wie chorische Bewegungsabläufe trainiert und wie eindrucksvolle Geschichten allein durch Körperausdruck erzählt werden. Dafür gab der Meister selbst beste und mitreißende Beispiele. Das erfordert allerhöchste Konzentration und Präsenz für die Tänzer. Die Zuschauer verfolgten gebannt wie Dynamik und Körpersprache aufgebaut werden und gewannen Respekt vor der hohen körperlichen und künstlerischen Anstrengung der 16 Tänzerinnen und Tänzer.
Drei Arbeiten von den in der Premiere zu sehenden sechs Choreographen waren zu sehen. Eine hochdynamische Choreographie von Stephan Thoss, eine märchenhaft anmutende Choreographie von Frank Fannar Pedersen, der humunkulusgleich mit einer großen Kugel spielte und eine Arbeit von Erion Kruja mit starker Gruppenwirkung, in der das Individuum in der Masse untergeht und gleichgeschaltet wird.
Das Besondere an diesem Abend: er war ein Unikat, eine Momentaufnahme aus einem Arbeitsprozess, der sich noch weiterentwickelt und verändert. Wir können gespannt sein!!