Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim

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Begegnung 25.09.2019 mit Mark Rhode und Janis Liepins

September 2019 - Mark Rhode und Janis Liepins


Begegnung 25.09.2019
Begegnung mit Mark Rhode und Janis Liepins

Zwei gut aufgelegte Musiker und ein Intendant in Hochform trafen sich zur Begegnung im Theatercafé. Mark Rhode ist stellvertretender GMD, Janis Liepins 1. Kapellmeister. Mark Rhode stammt aus einer Musikerfamilie. Nach Versuchen mit der Harfe und dem Studium von Klavier und Geige nahm er auf Empfehlung seines Lehrers das Dirigierstudium auf. Über Osnabrück und Hannover führte sein Weg dann nach Mannheim. Janis Liepins kam, wie es sich für einen Letten gehört („Jeder Lette singt“) über den Gesang, insbesondere Chorgesang, zum Dirigieren. Ein Beispiel eines typisch lettischen Volksliedes („Daina“) demonstrierte er den Zuschauern eindrucksvoll mit Stimme und Gestik. Bei der Frage des Verhältnisses von Dirigent zu Orchester waren sich beide Musiker einig, dass die Zeit der „despotischen Dirigenten“ vorüber ist. Vom Dirigenten wird eine natürliche Autorität und Selbstsicherheit erwartet, der Dirigent muss dabei die Musiker durch sein Verhalten dazu führen, den Ausdruck zu finden, der ihm vorschwebt. Wie in vielen Bereichen unseres Lebens hat die Technik auch in der Musik Einzug gehalten, so benutzen beide Dirigenten Tablet Computer zumindest bei den Vorbereitungen, beim Einsatz im Konzert sind sie noch zurückhaltend. Bei der Frage nach der Wunschoper legte sich Mark Rhode auf Tristan fest, für Janis Liepins ist es Tosca. Absoluter Höhepunkt des Abends war der Versuch, aus dem optischen Bild eines Dirigates, ohne musikalische Unterstützung, das dirigierte Musikstück zu erraten. Unter dem anerkennenden Beifall des Publikums gelang dies beiden Musikern perfekt.

Begegnung 10.07.2019 mit dem Schauspiel

Juli 2019 - Schauspiel


Begegnung 10.07.2019
Begegnung mit dem Schauspiel

Intendant Christian Holtzhauer stellte die Gäste des Abends vor, den Hausregisseurs Christian Weise, den Schauspielers Christoph Bornmüller und Almut Henkel. Für Christian Weise war die jetzige Spielzeit eine Rückkehr an eine alte Arbeitsstätte, für Christoph Bornmüller ein Neuanfang und für Almut Henkel der Kontakt mit einem praktisch komplett neuen Ensemble, was ihrer Meinung nach frischen Schwung in die Arbeit gebracht hat. Anschließend folgte eine lange und rege Diskussion, beginnend mit den kontroversen Auffassungen zu der Inszenierung von Schillers Räubern, bei denen er mit seinen Stilmitteln versucht, die Aspekte herauszuarbeiten, die Schiller heute noch relevant machen. Nach Christian Weises Auffassung sind es vor allem die bei Schiller wohl unvermeidlichen Erwartungshaltungen, die durch die Inszenierung bei einem Teil des Publikums nicht erfüllt werden können. In der weiteren Diskussion wurde von einigen Zuschauern darauf hingewiesen, dass bei vielen Inszenierungen die Konzentration auf das Stück durch den massiven Einsatz von Video und Bühnenmusik erschwert wird. Die Diskussion zeigte, dass das Programm der Intendanz Holtzhauer zu Diskussionen und Nachdenken anregt und dass neue Wege wie zum Beispiel die Inszenierung des Stückes Istanbul gut angenommen werden.