Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim

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Begegnung 27.11.2019 Tanzensemble

November 2019 - Tanzensemble


Begegnung 27.11.2019
Tanzensemble

Stephan Toss und sein Ensemble sind immer für eine Überraschung gut. Zum diesjährigen Treffen konnten die Besucher CDs mit ihrer Wunschmusik mitbringen, die dann von den Tänzern unmittelbar in eine Choreographie umgesetzt wurden, quasi als „Tanz-Slam“. In der Zeit bis zur „Premiere“ zeigten die übrigen Tänzer Ausschnitte aus dem laufenden Programm, kenntnisreich und engagiert vorgestellt von Ina Brütting. Die Arie „O sole mio“ wurde eindrucksvoll entgegen dem langsamen Rhythmus der Musik von Lorenzo Angelini in raschen Bewegungsfolgen getanzt. Ausschnitte aus „Der Tod und das Mädchen“ und „Dorian“ zeigten wieder einmal die choreographische Vielfalt des Ensembles, wozu der Einsatz von Gastchoreographen sichtbar beiträgt. Absoluter Höhepunkt waren die choreographischen Umsetzungen der „Wunschmusiken“ der Zuschauer. Vom Rhythmus geprägt war die Umsetzung der Musik des Buena Vista Social Club. Hinreisend war die Präsentation eines Auszugs aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint – Saens. Vögel und Tiere wurden auf der Tanzfläche lebendig durch den Ausdruck der Tänzer, die Tatsache, dass Stephan Toss selbst einen Part übernommen hatte, war ein zusätzlicher Höhepunkt. Der großartige Abend wurde abgerundet durch die wie immer großzügige Gastfreundschaft mit der für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt wird.

Begegnung 23.10.2019 mit Vassilissa Reznikoff und Annemarie Brüntjen

Oktober 2019 - Vassilissa Reznikoff und Annemarie Brüntjen


Begegnung 23.10.2019
Begegnung mit Vassilissa Reznikoff und Annemarie Brüntjen

Unterschiedlicher als bei den beiden Gästen, die Intendant Christian Hotzhauer den Freunden präsentierte, können Lebensläufe kaum sein. Annemarie Brüntjen wuchs in einem kleinen Dorf bei Bad Zwischenahn auf. Die Mitarbeit im Gasthof ihres Vaters regte sie an, Menschen zu beobachten. In der Theater AG der Waldorfschule wurde ihr Interesse für das Theater geweckt. Der erste direkte Kontakt erfolgte im Jugendprogramm des Staatstheaters Oldenburg. Die formale Ausbildung erhielt sie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ mit Gastrollen am Berliner Ensemble. Vor ihrem Engagement in Mannheim spielte Annemarie Brüntjen am Theater in Halle.
Vassilissa Reznikoff wuchs als Tochter eines ukrainischen Vaters und einer deutschen Mutter in Paris auf. Sie erhielt eine intensive Ballettausbildung in Hamburg (John Neumeier) sowie an der staatlichen Ballettschule in Berlin. Nach ihrem Entschluss, keine Ballettkarriere zu verfolgen, durchlief sie eine Schauspielausbildung in Salzburg und war anschließend am Schauspielhaus Wien engagiert. Beide Schauspielerinnen hatten große Rollen in der Orestie, Vassilisa Reznikow wird in der Neuproduktion der „Möwe“ zu sehen sein. Annemarie Brüntjen probt in dem Fassbinder Stück: „Warum läuft Herr R. Amok“? Ihre Traumrollen sind Johanna, Medea und  Elektra. Vassilissa Reznikow lockerte den Abend auf durch die Lesung eines Prosastückes von Thomas Köck (ehemals Hausautor am NTM) sowie einem Gedicht von Mascha Kaleko , während Annemarie Brüntjen zwei selbstgeschriebene, sehr persönliche Lieder vortrug, wozu sie sich selbst auf der Gitarre begleitete.